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Michel Godard / Patrick Bebelaar
Seit nunmehr zehn Jahren arbeiten der französische Ausnahme-Tubist Michel Godard und der deutsche Patrick Bebelaar zusammen. Neben zahlreichen Konzerten zeugen bereits fünf CDs von dieser Zeit gemeinsamen Schaffens.
Seit zwei Jahren widmen sich die beiden Instrumentalisten und Komponisten einem gemeinsamen Duo-Konzept. Dieses ist nun auf CD erschienen ("Dedications") und spiegelt das blinde Verständnis des Miteinander Musizierens. Gemeinsam berechen sie Barrieren zwischen verschiedenen Stilistiken auf. Ihre Musik beinhaltet die eigen europäische Kultur genauso wie den amerikanischen Jazz und die unterschiedlichsten musikalischen "Mitbringsel" ihrer weltweiten Konzerttätigkeit. - Ein Reise durch die imaginäre Folklore dieser Welt und in die eigene Vergangenheit bis hin zur Renaissance. Immer intensiv und voller Leidenschaft.

Michel Godard ist einer der profiliertesten europäischen Jazzmusiker, der auf der Tuba mehrstimmige Spieltechniken einsetzt, auch zeitgenössische und Alte Musik spielt und in sehr unterschiedlichen Ensembles und Besetzungen. Aktuell spielt Godard u.a. in der Gruppe des aus dem Libanon stammenden Oud-Spielers Rabih Abou-Khalil und einem Quartett mit dem amerikanischen Tuba-Virtuosen Dave Bargeron. Seine CD "Castel del Monte" machte ihn auch als Bandleader weltweit bekannt.

Patrick Bebelaar wurde im Jahr 2000 mit dem Jazzpreis Baden-Württemberg ausgezeichnet. Er komponierte im Auftrag der Internationale Bachakademie (2002/2005,2008), des Deutschen Literaturarchivs, der Stadt Esslingen u.v.a., arbeitet seit vielen Jahren mit internationalen
Kollegen wie Joe Fonda, Carol Rizzo, Dieter Ilg, Herbert Joos, Günter Lenz, Pandit Prakash Maharaj, Mike Rabinowitz, Mike Rossi, Hakim Ludin, u.v.a. Spartenübergreifend trat er mit Schriftstellern wie Peter O. Chotjewitz, Peter Härtling, Oskar Pastior Adonis, und Wolfgang Kiwus u.v.a. auf. Konzertreisen führen ihn immer wieder nach Indien, Südafrika, Russland, die USA, Dubai und natürlich durch Europa.

 

Das erste Mal hörte ich den Tubisten Michel Godard zusammen mit dem Oud Virtuosen Rabih Abou-Khalil. Eine Begegnung, ich greife da nicht zu weit, die mein musikalisches Verständnis und meinen musikalischen Horizont erweiterte. Godard ist sicherlich einer der musikalischsten Köpfe weit und breit. Seit jener Begegnung ist die Tuba, ich gestehe es unumwunden, überhaupt erst ein Instrument für mich. Nun hat er sich mit dem Paganini des Jazz-Pianos, Patrick Bebelaar zusammengetan und eine Reise durch ihrer beiden Klangkosmos unternommen. Fast alle Stücke sind Menschen gewidmet, eine schöne Die Idee und Geste. Godard ist außerdem noch am E-Bass und dem Serpent zu hören. Beide Musiker sind Klangschöpfer, Klangwerker, Klangmagier. Und ich frage mich, wer ist nur Natuschka, der Bebelaar dieses herergreifende Stück gewidmet hat. Einfach großartig!
KaDe, Concert,8/11 (Österreich)


"Zugabe, Bravo-Rufe, nicht enden wollender Applaus."
Südwestpresse Ulm


"… wechseln sich verschiedenste Klangschattierungen und Emotionen ab. Es gab eine Zugabe und davor donnernden Applaus."
Schwäbisches Tagblatt, Tübingen


"… beide Virtuosen schöpfen alle erdenklichen Ausdrucksformen ihrer Instrumente aus. …Es wird durchweg mit stürmischem Applaus aufgenommen, groß ist das Bedauern, als das letzte Stück angekündigt wird. Doch das, Monks "Round Midnight", hat auch den speziellen Esprit des Duos in sich: Zum Schluss wird, als Hommage an Bebelaars zweite Heimat Afrika, daraus der Pophit "The Lion Sleeps Tonight".
Trierischer Volksfreund

"… Da öffnet sich ein riesiger Spiel-Raum für eigene Erfindungen, in schönem Wechsel, einmal von Godard, dann von Bebelaar. Dass sich die beiden Profis seit zehn Jahren nahtlos aufeinander eingespielt haben, hört man leicht an verblüffend-plötzlichen Unisono-Passagen, mitten im Stück."
Allgäuer Zeitung, 3.5.2011

 

CD Besprechungen

Dedications
Patrick Bebelaar - Michel Godard | Intuition - distr. IRD (2011)
di Stefano Merighi
Rara formula quella del duo pianoforte-tuba!
La propongono, con successo, Patrick Bebelaar e Michel Godard (quest'ultimo anche al serpente e al basso elettrico in qualche traccia..), sentendosi liberi di affrontare materiale eterogeneo, più come esercizio di stile dunque che con una forte idea programmatica.
Dedications è un disco dal quale traspare la maestosità della lezione di Godard, pulitissimo e agile in ogni contesto. Bebelaar ricama al piano con tecniche più ortodosse, che vanno dal melodismo più accattivante a sottili giochi armonici sempre di immediata leggibilità.
Le conversazioni sono aperte a tutto: possono indugiare alla riflessione pacata, di passo breve (la nota "Archangelika" di Godard, oppure "Philtre"); oppure sfidare la reciproca destrezza strumentale come in "Keep at It," il brano più squisitamente jazzistico che tesse unisoni boppistici alla libertà dell'improvvisazione.
La delicatezza, il gusto per l'equilibrio e la mancanza di increspature illuminano "Kiwus," altro banco di prova mirabile per il serpente di Godard, mentre l'unico standard è il monkiano "'Round Midnight," legato in una strana medley ad un'altra composizione. Musiche rasserenanti, di notevole levatura tecnica.
Italia all about jazz


Jeder Titel dieser Duo-CD, schreibt Vincent Klink in den liner notes, "transportiert nicht nur eine Widmung, sondern im Sinne des Wortes auch den Geist der Hingabe". Fürwahr: "Dedications" sind klangliche Miniaturen, die Michel Godard und Patrick Bebelaar gemeinsam Freunden zukommen lassen und auch den Außenstehenden ergreifen. Auch die Improvisation über "Round Midnight", die fließend in "The Lion Sleeps Tonight" mündet – der einzige Fremdtitel von insgesamt zehn der CD – ist eine Widmung. Freiere, explosivere Reflektionen halten sich mit, melodisch-ruhigen Stücken die Waage. Einmal mehr bringt Tubist Michel Godard die gesamte Palette menschlicher Empfindung zum Ausdruck, dies auch auf der ungewohnten Bassgitarre. Patrick Bebelaar, vor einer Dekade mit dem Jazzpreis Baden Württemberg geehrt, erweist sich ebenfalls als ausdruckstarker Spieler zwischen feinen Klanggeweben und wuchtigen Flügelschlägen. Dass ihn Freund Klink in den Liner Notes als "Paganini des Jazzpianos" bezeichnet, kann kaum überraschen: Der Meisterkoch ist häufiger Duopartner Bebelaars, nicht am Kochtopf, sondern an der Trompete. Der Stuttgarter Pianist und der französische Tubist abreiten seit einem Jahrzehnt zusammen, erstmal dokumentiert auf "You Never Lose An Island".
Ein Duo, das die Kunst der Kommunikation perfekt beherrscht.
Reiner Kolbe, Jazzpodium Mai 2011


Sinnesfreude und Experimentierlust, Reaktionsschnelligkeit als Vorraussetzung des improvisatorischen Akts, eine Wellenlänge, die stimmt, und viel Vergnügen an der Kurzweil des Um- und Umwendens der Themen: All das haben Michel Godard und der Pianist Patrick Bebelaar, wobei sie in Ihrem Duospiel enge Demarkationslinien des Jazz mit leichter Hand ignorieren. Der französische Tuba- und Serpent-Virtuose tut das aus Prinzip, steht er doch in einer Polposition, wenn es um imaginäre Folklore geht, deren Wurzeln er nicht selten bis ins Mittelalter zurückverfolgt. Feinschmeckerischer Genuss in ungewöhnlicher Besetzung ist hier zu spüren, Instinktsicherheit im Bebop-Tempo wie in abgebremsten Balladen.
Leipziger Volkszeitung, 29.4.2011


Mit Godard und Bebelaar haben sich zwei Wahlverwandte getroffen, die sich nicht nur gegenseitig etwas zu sagen haben, sondern mit ihren „dedications“ auch einer ganzen Stange von Freunden. Bis auf ein längeres Medley über „Round Midnight/The Lion Sleeps Tonoght“ sind alles Eigenkompositionen der beiden. Godard spielt hier neben der Tuba auch das in der Renaissance beliebte Serpent und den E-Bass. Das Album besticht durch seine meditative Ausgewogenheit. Und den Tiefgang der Kompositionen, für den diese beiden Ausnahmekönner ausnahmslos bürgen. Die Kompositionen der beiden sind so originell wie die Titel, allen voran „Philtre“ aus der Feder des Pianisten, das den Zuhörer in ferne literarisch angehauchte Welten entführt und wie das nachfolgende „Pantheon“ von einer tief aus dem Inneren kommenden Lyrik lebt.
Jazz ´n´ more, - Schweiz 5/11

News:
Notizen von Unterwegs
Aktuell: 21.2.2012


Bebelaar / Godard
Aktuelle CD "Dedications"
Info Presse

mit vincent klink
Klink / Bebelaar info
www.wielandshoehe.de
Booking: tomprodukt.de

Konzerte:

18.2.2012 Bebelaar / Kroll, Petrozawodsk (Russland)

19.2.2012 Bebelaar / Kroll, Petrozawodsk (Russland)

3.3.2012 Bebelaar / Godard feat. Frank Kroll, Schorndorf 

4.3.2012 Bebelaar / Godard, Laichingen, Altes Rathaus 

5.3.2012 Bebelaar / Klink, Gaggenau

8.3.2012 Bebelaar / Godard, Bayreuth JazzClub

10.3.2012 Bebelaar / Godard, Villingen – Schwenningen, Jazz Club 

12.3.2012 Bebelaar / Godard, Karlsruhe, JazzClub

13.3.2012 Bebelaar / Godard, Alte Feuerwache Mannheim

18.3.2012 Bebelaar / Klink / Droste, Stuttgart – Wagenhallen

25.3.2012 Bebelaar / Klink, Friedrichshafen, Bahnhof Fischbach

26.3.2012 Bebelaar / Klink, Konstanz, Il Boccone

31.3.2012 Bebelaar / Joos / Lenz, Cave 61 – Heilbronn

1.4.2012 Bebelaar / Klink, Foyer der Stadthalle Singen 

7.4.2012 Bebelaar / Godard, Stuttgart, Int. Theaterhaus Osterjazzfetival

21.4.2012 Bebelaar / Fonda / Joos, Jazzfestival-BW, Reutlingen Mitte

22.4.2012 Bebelaar / Klink, Kleinheubach

30.4.2012 Bebelaar / Kink, Ballingen

5.5.2012 Bebelaar / Joos / Lenz, Frankfurt, Roman Fabrik 

14.5.2012 Bebelaar / Klink, Böblingen, Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums

31.5.2012 Bebelaar / Godard, Konstanz JazzClub

24.6.2012 Bebelaar / Settelmeyer, Meran - Irma

25.6.2012 Bebelaar / Settelmeyer, Meran - Irma

26.6.2012 Bebelaar / Settelmeyer, Meran - Irma

15.7.2012 Bebelaar / Klink, Kurtursommer Gengensbach

22.7.2012 Bebelaar / Godard / Gavino / Klink / Rizzo, Kloster Lorch

23.7.2012 Bebelaar / Godard / Gavino / Klink / Rizzo, Ludwigsburger Schlossfestspiele

5.8.2012 Bebelaar / Klink, Neustadt bei Hannover

23.9.2012 Bebelaar / Kink, Ditzingen

14.10.2012 Bebelaar / Klink, Echterdingen, Theater um 4

14.10.2012 Bebelaar / Klink, Mögglingen

15.10.2012 Bebelaar / Klink, Baden-Baden, Rantastic

10.11.2012 Bebelaar / Godard, Fellbach, Musikschule

11.11.2012 Bebelaar / Godard, Aidlingen Jazzfestival

11.11.2012 Bebelaar / Godard / Klink, Jazzclub in der Mitte, Reutlingen

12.11.2012 Bebelaar / Klink, Stadt Ehingen

17.11.2012 Bebelaar / Klink, Waldshut

18.11.2012 Joe Bauers Flaneursalon, Theaterhaus Stuttgart

3.12.2012 Bebelaar / Droste / Klink, Stadtbücherei Herberchtingen

6.12.2012 Bebelaar / Godard, Jazz Club Singen, Gems

7.12.2012 Bebelaar / Godard, Jazz im Staufenberger-Schloss, Albstadt

9.12.2012 Bebelaar / Klink, Esslingen Schlossscheune

10.12.2012 Bebelaar / Klink, VHS München

2013:
21.11.2013 Bebelaar / Godard, Pforzheim, Kulturhaus Österfeld

2014:
6.1.2014 Bebelaar / Godard, Altes Kino Schwendi